GRANITMARATHON EXTREME!!!
Extrem ist das richtige Wort für diese MTB- Rennveranstaltung! Extrem gatschig- extrem windig- extreme Anstiege und extreme Abfahrten.
Als ich mich kurzfristig dafür entschlossen habe, ins Mühlviertel für den Granitmarathon zurückzukehren, konnte ich mich, nach 3jähriger Abstinenz, wohl nicht mehr erinnern, wie hart dieses Rennen war. Vor Ort fragte ich mich, ob die Anmeldung für die 90km/ 3100hm richtig waren- Egal!!!
Beim Start fühlte ich mich gut, jedoch beim Betrachten des Starterfeldes, das eher klein (ca.100) war, sah ich fast ausschließlich starke Fahrer mit schon braun gebrannten Wadeln, die wohl schon in wärmeren Gegenden auf Trainingslager waren- auch Egal!!!


9.00---Start, gerade mal 8° und extremer Wind! Die ersten Kilometer übermotiviert und viel zu schnell- man will ja dran bleiben- die Realität holt einen aber schnell ein und bei den ersten extremen Abfahrten trennt sich die Spreu vom Weizen! In Kleinzell bist du manchmal froh, wenn es bergauf geht!!!
Es gibt keinen Meter Schotterstraße, kaum Asphalt, nur Wald-und Wiesenwege, die von den Regenfällen der letzten Tage getränkt waren. Granitbrocken und Wurzeln über den größten Teil der Strecke machten das Rennen auch nicht leichter! Auf den Anhöhen war man dem extremen Wind ausgesetzt! Bald wusste ich, dass man hier nur durchkommt, wenn man sich das Ganze einteilt und keinen Sturz riskiert!
Die erste Runde mit ca. 60km/ 2000hm war geschafft und ich hatte mir das Rennen offensichtlich gut eingeteilt. Auf der 2. Teilstrecke sah ich weder vor noch hinter mir Mitstreiter. Auch bei der zweiten Durchfahrt im Steinbruch, die heuer im Vergleich zur restlichen Strecke eines der einfachsten Teilstücke war, fuhr ich immer noch alleine! Der letzte Anstieg bis zum Ziel verlangte mir die letzten Kraftreserven ab- nochmal mit dem letzten Ritzel am Anschlag hoch- geschafft- Zieldurchfahrt- Akku leer- erleichtert- durstig- froh sturzfrei einen Radler zu schlürfen!!!--- Bis nächstes Jahr, Kleinzell EXTREM!!!
PS: Danke an das Team der Marktgemeinde Kleinzell, das mich bei einer Labstelle mit Schmieröl für meine Kette versorgt hat, sonst hätte ich das Rennen wohl nicht beenden können!