Jürgen live dabei beim Aravis Trail 2013!

Nachdem das Sprengkommando in den heimischen Bergen alles unter Kontrolle hat (siehe Katrinberglauf), entschloss sich Jürgen sein Glück in den Französischen Alpen zu versuchen. Ziel meiner Reise, die großzügiger von der Firma Inocon bezahlt wurde, war das kleine Dorf Thones im Französisch-Schweizer-Italiener-Eck. Die Eckdaten des Aravis trails versprachen einen echten Höllenritt waren doch auf 74km ganze 6300hm zu bewältigen!! Bei meinem derzeitigen trainingsstand sollte das kein Spaziergang werden, da ich in den letzten Monaten mehr Flugmeilen als Höhenmeter sammelte.

Auf Grund der doch erheblichen Schneemenge, entschloss sich der Veranstalter aus Sicherheitsgründen die Strecke auf 65km mit 5000hm zu verkürzen. Eine gute Entscheidung, da wir trotz Verkürzung dennoch oft Schneekontakt hatten und über uns teilweise enorme Schneefelder lagen.

Gestartet wurde um 4 Uhr morgens und zwar in einem Kilometerschnitt der eher auf ein 10km Straßenrennen schließen ließ. Ich versuchte mein Glück und ging das Tempo mit worauf sich herausgestellt hat, dass ich aufgrund meiner durchgehenden Salomon Bekleidung als „Profi" eingestuft wurde.

Dadurch hatten alle im Spitzenfeld immer die Augen auf mich gerichtet um etwaige Attacken zu kontern (als ob ich noch schneller gekonnt hätte). So kam ich als 7-8 am ersten Berg an und stürzte mich, permanent durch den Schlamm rutschend, mit der Gruppe den Downhill hinunter.

Dies ging bis Gipfel No2 gut, wo jedoch das Führungsduo schon weit voraus war. Am dritten und schwersten Anstieg hatte ich dann einen Mentalen Zusammenbruch. Der Berg wollte einfach nicht enden und die letzten 500hm waren dann auch noch im „Allradantrieb" zu bewältigen. Dieser Anstieg hat mir einiges an Nerven und Platzierungen gekostet. Am darauffolgenden, ebenso endlosen, Downhill bekam ich dann noch Krämpfe in den Beinen.

Ein Ausgiebiger Halt an der Labstation und die Aussicht auf einige Kontrahenten vor mir, ließ mich dann doch noch die Zähne zusammen beißen. So kam es, dass ich am vierten und letzten Berg noch auf die Gruppe um Platz 9 aufschließen konnte und mit dieser den Alpinen und sehr Technischen abschnitt durchlief und auch bergab mithalten konnte. Bergab konnten wir noch zwei Konkurrenten abschütteln, somit wir nur noch zu dritt um die Plätze kämpften. Bis etwa 3km vor der Ziellinie führte der Downhill, doch das anschließende Flachstück und das Höllentempo der beiden war für meine „untrainierten" Beine einfach zu hoch, also ließ ich sie ziehen.

Nach 9h und 8min Finishte ich diese Tortur mit einem Grinsen im Gesicht, da mir der Sprecher Platz 11 Gesamt von 173Startern zusicherte. Zusammengefasst eine geile Strecke in noch geileren Gelände mit Imposanten Ausblick auf die Schneebedeckten Französischen Alpen. Diese Veranstaltung hat echt Potenzial ist es doch eine echtes Trailevent mit unzähligen Singletrails und weniger als 5km Asphalt!!

Jetzt heißt es die Beine wieder flott zu bekommen, da ich weiter nach Paris fliege um natürlich Arbeitsbedingt weitere Flugmailen zu sammelnJ

Ergebnisse:

http://www.aravistrail.fr/upload/resultats/2013_66Km.pdf