Einmal Hölle und zurück, so das Resümee von Matthias zum gestrigen 12. Borealis Linz Donau Marathon.
Mit Robert Oberndorfer hatte ich die erste Hälfte die perfekte Begleitung, Durchgangszeit bei Kilometer 21ig um die 1h22min!
Ich konnte das hohe Tempo aber leider auf Grund der stärker werdenden Schmerzen in den Schienbeinen ab Kilometer 23 nicht mehr halten und musste abreißen lassen.
Alleine auf weiter Flur, mit mittlerweile sehr starken Schmerzen und doch stellenweise heftigem Gegenwind wurde das Rennen für mich zur reinen Kopfsache. Mehrmals stand ich kurz vor dem Aufgeben und musste einige Gehpausen einlegen. Aufgeben wollte ich aber auf keinen Fall und so drosselte ich das Tempo auf einen Kilometerschnitt von knapp unter fünf Minuten um die „Schallmauer“ von unter drei Stunden noch zu erreichen. Schlussendlich überquerte ich die Ziellinie nach 2:59:05, kaum noch in der Lage zu gehen.
Der mitgereiste „Fanclub“ und das Bier im Ziel ließen meine doch eher schlechte Stimmung über den verpatzten Lauf aber schnell verfliegen.
Herzliche Gratulation an Robert, er konnte das Tempo bis zum Schluss halten und in gewaltigen 2:47:15 finishen!
Stark auch die Leistungen der österreichischen Elite! Christian Pflügel konnte den HM in 65:48 min für sich entscheiden. Günther Weidlinger verpasste mit 2:14:04 um vier Sekunden das Limit für die WM, das hat er mit ziemlicher Sicherheit dem Veranstalter zu verdanken der ihm KEINEN Pacemaker zur Verfügung stellte; eine Frechheit!
Robert-Kipkorir Kwambai (2:09:21) aus Kenia und Natalia Cerches (2:33:53) aus Moldavien konnten den Marathon gewinnen.
Bedanken möchte ich mich zum Schluss noch bei der Firma INTREST Services GmbH die mir das Startgeld entrichtet hat.
Mit sportlich schmerzhaften Grüßen,
Matthias