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Gestern fand bei idealem Berglaufwetter der 11. Zugspitz Extremberglauf statt.

 

607 Starter fanden sich um 09:15 am Martinsplatz in Ehrwald (1000m) in Tirol ein, um die 17,94 Kilometer lange Strecke in Angriff zu nehmen.

 

Dabei mussten 2235 Höhenmeter meist über leichte Wanderwege, jedoch ab Sonnalpin (2576m) über brutal schwieriges Terrain gemeistert werden.

 

Das Ziel befindet sich in unmittelbarer Nähe von Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze (2962m).

 

Strecke:

Start: Ehrwald 1000m – über sehr steile Asphaltstrasse auf die Ehrwalder Alm 1502m – über Forststraßen kupiert und zuletzt hinauf auf die Hochfeldernalm 1732 – ab nun nur noch Trails vom Feinsten – lange Querung nach „Am Brand“ 2110m – Downhill-Passage ins Feldernjöchl 2045m – Gatterl (Grenze zu Deutschland) 2024m – weiter kupiert und wieder kurz hinauf zur Knorrhütte 2051m – dann erstmal brutal steil über losen Schotter auf 2200 Meter – wiederum kupiert aber ständig aufwärts über das Platt zu Sonn-Alpin 2576m – Finale: 200 Höhenmeter auf losem Schotter zu den Grundfelsen der Zugspitze (extrem steil) – schließlich auf leichtem seilversichertem Steig (A) ca. 200hm ins Ziel auf 2929m.

Ergebnisse:

Herren:

1. Rang Edwards Orlando (GB) 02:04:44 Nr. 73

2. Rang Barz Michael (GER) 02:06:44 Nr. 1

3. Rang Kröll Markus (AUT) 02:07:55 Nr. 2

Damen:

1. Rang Summer Petra (AUT) 02:41:44 Nr. 660

Sprengkommando:

Roman belegte Rang 128 in einer Zeit von 03:00:16, was Rang 24 in der M30 ausmachte.

Franz schaffte es mit 03:11:28 auf Rang 178, macht Rang 29 in der M30.

76 Männer waren in der M30 am Start.

Roland, der außer Konkurrenz als Zuschauer 1 Stunde vorher den Berg bezwang, benötigte für die Extremstrecke 03:20:00!

Bericht Roman:

Nachdem sich mehrere hunderte Starter am Martinplatz einfanden bekam dieses Event eher schon Marathon – Charakter. Nicht nur darum, weil sich an den gekennzeichneten WC’s lange Schlangen bildeten.

Ein Start mit so vielen Gleichgesinnten vor solcher Kulisse ist einfach besonders.

Um Punkt 09:15 spurteten wir also los um über eine steile asphaltierte Forststraße den ersten Verpflegungspunkt auf der Ehrwalder Alm zu erreichen.

Das Anfangstempo war extrem hoch und so lief ich ab Beginn zwar zügig, aber immer mit der kleinen Bremse im Gedanken an die lange Strecke.

Auf den kupierten Stellen konnte ich sogar wieder Plätze gut machen, bergauf war ich heute jedoch etwas müde. So drückte ich mir nach der Hochfeldernalm ein Powergel rein um wieder zu Kräften zu kommen. Nach einer langen Querung erreichte ich endlich Punkt „Am Brand“. Berg ab konnte ich nun meine Qualitäten ausspielen und so einige an mir vorhin vorbeigegangenen Läufer wieder einholen. Dieser Streckabschnitt war mitunter einer der Schönsten den ich je bei einem Bewerb laufen durfte.

Nach dem Grenzübergang lief ich wiederum recht flott in Richtung Knorrhütte.

Dabei machte sich großer Durst breit. Dort angekommen trank ich ausreichend und setzte dann den Lauf fort. Jedoch auf dem drauffolgenden steilen Schotterfeld ging überhaupt nichts mehr und so wurde ich von 2 Gruppen überholt.

Als dann der Weg über das Zugspitzplatt in Richtung Sonn-Alpin wieder leichter wurde verlor ich zwar keine Ränge mehr, trotzdem ging nicht mehr viel.

Hatte ich mir doch vorgenommen zum Finish voll anzugreifen.

Endlich erreiche ich die letzte Labe, tankte dort ausreichend Wasser und aß Orangenscheiben. Dann hinein in die wie oben bereits erwähnte Schotterriese. Kann mich nicht erinnern, dass ich jemals so langsam vorwärts kam. 1 Schritt nach vor, 2 zurück. Der Lauf begann nun wirklich extrem zu werden. Wieder wurde ich von ein paar Athleten überholt. In den Felsen wird’s dann besser, dachte ich. Es kam anders. Denn die letzten 150 Höhenmeter hatte ich mit dermaßen Muskelkrämpfen zu kämpfen, dass es sogar schwer war normal zu gehen, geschweige denn wettzukämpfen. Letztlich schob ich meinen Körper dennoch über die Ziellinie, zwar nicht unter 3 Stunden, was das erklärte Ziel war, aber dennoch glücklich es geschafft zu haben.

Dank an Roli der uns die letzten Meter noch einmal so richtig anfeuerte!

Alles in allem ein Top Event, wird es doch von den getgoing - Professionisten veranstaltet.

Das Startgeld ist mit 68€ hoch, jedoch sind die Rücktransfers mit Seilbahn und Bus inkludiert und auch für je 2 Begleiter ermäßigt.

Sonstige Leistungen: Schöne Medaille, Verpflegung an 5 Laben und ein Finisher T-Shirt (solala).

Berg Geil!

 

Bericht Aschi:

Nachdem ich letzte Woche am Traunsee unterwegs war, war klar das der Lauf stark werden würde! Nichts desto trotz ging ich guter Dinge an den Start und ließ mich voll von Romans Motivation mitziehen, bei feinstem Berglaufwetter starteten wir mitten in Ehrwald Richtung Hochfeldernalm.

Dieses Teilstück dorthin sollte uns Anfangs über eine steile asphaltierte Forststraße führen, und schon im ersten Teil machten sich die Füße bemerkbar und mußte daher einbremsen um nicht frühzeitig mit Krämpfen zu kämpfen! Der Trauni hatte doch mehr an den Kräften gezerrt als angenommen und eine Woche regenieren schien für diesen Lauf zuwenig zu sein!

Bei der Alm angekommen hieß es genug trinken, Gel einwerfen und ein Tempo finden um einige verlorene Plätze gutzumachen, von hier ging es über „am Brand" und „Gatterl" (Grenzeübergang) zur Knorrhütte, dieses Stück ist Landschaftlich und Trailrunningmässig nicht zu übertreffen, und bei den Bergabpassagen wurden Stärken ausgespielt und wichtige Plätze wieder gutgemacht!

An der Knorrhütte hieß es  genug tanken, den die Sonne tat auf der riesigen Schotterriese brav ihre Dienste, von dort ging es nun steil aufwärts, weiter über zahllose Hügeln zur Sonn Alpin.

Dort angekommen ging es mir wieder etwas besser doch das beste Stück sollte noch kommen, ca. 200hm über eine steile  Schotterriese, diese geschafft war der „Saft" nun alle! Nun galt es sich die letzten Höhenmeter über den versicherten Steig hinaufzukämpfen!

Oben angekommen war ich froh gefinisht zu haben und war nicht schlecht überrascht das Roli 3:20:00 brauchte also ca.9min länger als ich, und Roli hatte noch Zeit unzählige Bilder der beeindruckenden Berglandschaft zu machen! Respekt Roli nächstes Mal melde ich Dich an!!!

Nach einer Pause schauten wir noch schnell am Gipfel vorbei, der Andrang dort und die Leute die sich die letzten paar Meter „hinauffürchteten " lösten bei uns nur Kopfschütteln aus!

Trotzallem ein beeindruckender Event!

 

Roli, Roman und Franz