Zum 25-Jahr Jubiläum erstrahlte der Int. Mondsee 5 Seen Radmarathon in neuem Glanz oder besser gesagt ins kalte nass!
Am Sonntagmorgen dem 26.5.2011 bei anfangs mäßigem Regen rollten bereits um 7:00uhr die Starter darunter auch Fränky für die 200 km Strecke über die Startlinie. Um 7:30 und um 8:15 wurden die restlichen Fahrer auf die Reise durchs Salzkammergut über 137 bzw. 80 km geschickt. Ab 9:00 wurde es dann für die Familientour rund um den Mondsee ernst.
Von allen Strecken waren 1500 Teilnehmer aus über 10 Nationen beim 25.Radmarathon in Mondsee am Start.
START:
In Richtung Postalm ging es noch recht human zur Sache, obwohl der ein oder andere Rennfahrer sich schon einen Asphaltausschlag holte.
Bei den ersten Kehren wurde auch gleich richtig hingehalten und jeder Höhenmeter mit noch vollem Elan weggedrückt.
Hier verabschiedete sich leider mein Kontrahent Meinschi mit einem Reifenplatzer.
Oben angekommen, dann hieß es auftanken an der ersten eigenen Labestation.
Die Abfahrt war jedoch die Hölle.
Bei ca. 12° konnte dann jeder auf dem rutschignassen Asphalt sein Können beweisen.
„Ich riskierte alles, und holte mir die Zeit zurück die bergauf auf der Strecke blieb.“
Unten angekommen waren die Oberschenkel wie eingefrohren und es schüttete wie aus Kübeln.
Aber der sofort darauffolgende Pass Gschütt lies die Wadln gleich wieder warm werden.
Von jetztan ging es bergab. Das Spritzwasser vom Vordermann machte das Windschattenfahren fast unmöglich und verursachte nur Sand in den Augen weil mit Brille es keinen Sinn mehr machte.
Zügig ging es auf der Flachen Strecke aus in Richtung Hallstättersee-Bad Goisern- Ebensee bis zum nächsten Anstieg in Altmünster rauf auf die Großalm.
Jetzt hies es wieder in die Pedale drücken und mühsam an den Höchsten Punkt zu gelangen wo mir von Zalli eine Wasserflasche überreicht wurde und durch viel Motivation der Weg in richtung Ziel einbisschen leichter fiel (noch ca. 60km).
Entlang vom Attersee waren wir einigermaßen 3 gleichstarke Fahrer und hielten ordentlich hin, mit ca.37km/h durchgehend.
In Nussdorf angekommen die letzte Bergetappe rauf zum Dachsteinblick.
175km und knapp 6h im Sattel machten diesen Aufstieg zur richtigen Qual. Nichteinmal noch der Gedanke and das kleine kühle finisherbier konnte motivieren.
Fetzennass und ausgekühlt von oben bis runter zum kleinen Zeh hies es zum letztenmal die Zähne zusammenbeißen und entlang des Mondsees die letzten km zu fressen.
Nach 200km-2000hm, 6h25min überquerte ich mit großer Freude die Ziellinie auf dem Platz 110.
Trotz der nasskalten Wetterbedingungen wurden auf allen Strecken hervorragende Leistungen geboten.
Die 80 km Runde entlang des Mond-, Wolfgang- und Attersees absolvierten Stefan Weigl (sq 2radchaoten.com) sowie Karin Kondert am schnellsten.
Bei der 137 km Strecke, welche über die Großalm und zusätzlich noch am Traunsee entlang führte setzten sich Markus Gubert (Arbö Raiffeisen Feld Am See) und Elfriede Fischer (Best Seating Racing Team) durch.
Christoph Hufnagl (Team Instec) und Manuela Grünzweil (Simplon Rad&Nabe) waren die Sieger auf dem längsten Abschnitt über 200 km.
Vom Sprinter über den Allrounder bis hin zum ausdauernden Bergfahrer war auch heuer wieder für jeden etwas dabei.

Ergebnisse: http://results2.pentek-timing.at/results/show_results.php?veranstnr=11576