Nach guten Vorbereitungstouren in der Osterhorngruppe und wenigen Pistenkilometern ging es für Horst, Aschi und Tobias am 17. Jänner nach Saalbach, um sich der 27. Ausgabe der Mountain Attack zu stellen. Gesprächsthema Nummer 1 bei der Hinfahrt war wieder einmal, mit welcher Linie sich der extrem steile Schattberg am elegantesten lösen lässt. Eines war klar.. wir starten mit den Harscheisen an den Skiern.
Mit Blick auf die Wand ertönte um 16:00 „Hells Bells“ und leutete den Start des Rennens ein. Es wurde laut im Ortszentrum von Saalbach. Vorne weg lief die Skibergsteig-Elite u.a. Davide Magnini, Christoph Hoffmann, Paul Verbnjak oder Jacquemoud Matheo. Nach kurzem Sprint durch die Straßen Saalbachs ging es in den ersten und steilsten Abschnitt des Rennens. Dieser ließ sich aufgrund griffiger Schneebedingungen gut meistern. Kostete aber trotzdem enorm viel Kraft besonders aus den Hände. An der Mittelstation angekommen war klar, dass der nächste Abschnitt flacher wird und sich die Gelegenheit bot kurz durchzuatmen. Bei schönstem Bergwetter erreichten wir den Schattberg Ostgipfel genau zur goldenen Stunde. Dieses Panorama zeichnet sich nicht alle Tage und lässt kurz vergessen, was man hier eigentlich macht. Nach kurzer Fellabfahrt ging es weiter auf den Westgipfel und runter nach Hinterklemm. Hier teilt sich die Spreu vom Weizen oder eher die Tour vom Marathon-Bewerb. Für uns ging es aufgrund der Streckenänderung durch die Ski-WM auf der blauen Piste auf den Zwölferkogel. Der flachere Abschnitt bedeutete einen Umweg von ca. 700m zum gewöhnlichem Aufstieg über die rote bzw. schwarze Piste. Oben angekommen wehte der Wind nur mäßig und die Abfahrt über die steile Zwölfer Nord war ausgesprochen griffig (max. Geschwindigkeit laut GPS: 98km/h). An der Hochalm abgebremst mussten die Speicher wieder aufgefüllt werden, um den letzten sehr langen Aufstieg zu überstehen.
Gezeichnet von den Strapazen spürten wir das Laktat in Form von Krämpfen in den Beinen. Am 1818m hohen Reiterkogel ist das Rennen so gut wie überstanden, wenn da nicht die Fellabfahrt wäre. Diese fordert noch einmal Geschick und Können um nicht eine komplette Brezel zu reißen. Nach kurzem Gegenanstieg werden die Felle am Bernkogel endgültig verstaut und es geht wieder zurück ins Ortszentrum von Saalbach. Siegerzeit Paul Verbnjak 2:15:57. Immer wieder ein Erlebnis diese Mountain Attack.

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