Dieses Mal wurde die Dietlhölle begangen.
Ausgehend vom ehemaligen Gasthaus Dietl (646m; Parkmöglichkeit) gingen wir über die Forststraße in Richtung Dietlalm (816m). Diesen Abschnitt könnte man auch locker mit dem MTB absolvieren (Achtung: Fahrverbot).
Nach rund 60min der Straße weiter folgend konnten wir dann die Schier anschnallen und zogen links über den Roten Sand (erste flache Schotterriese) hinauf zum Terzensteig. Dort war dann mehr oder weniger der Weiterweg durch die freitägige Lawine versperrt.
Mit Harscheisen bewaffnet kämpften wir uns aber durch und konnten in weiteren 40min das flachere Kühplan erreichen. Ab dort schöne gestufte Hänge bis hinauf zu den Dietlbüheln (1998m; Beginn der Schimarkierung). Da der Hang des Feuertalberges durch eine kleinere Lawine aus den oberen Felsen verunstaltet wurde, wählten wir als unser Gipfelziel den Bösenbühel (2277m). Über dessen Nordhang (Pulvertraum!!) ging es hinauf zu einem seiner Nebengipfel. Da man von dort noch Mal runter musste um zum Bösenbühel zu gelangen, schreiben wir uns Punkt 2243m als Tagesziel ins Tourenbuch. Dort, Traumhafte Blicke zu Priel, Spitzmauer, Temelberg, Feuertalberg, Hochkasten und eine steife Prise aus Ost.
Abfahrt wie Aufstieg. Wie erwartet, Nordhang extrem lässiger Pulverschnee. Das weitere Kar dann wechselhaft (Bruchharsch, Firn), ABER, wie zuletzt wieder dicht an den Felsen entlang immer wieder schöne Pulverabschnitte!
Der Lawinenkegel dann zwar beschi..en, aber er ging besser als erwartet. Ohne abschnallen.
Der finale Rote Sand war auch noch gut zu fahren, jedoch wird’s wohl in eine Woche nicht mehr gehen (zeitweise Feindkontakt!).
In Summe, wieder ein toller Tourentag in Hinterstoder!!
Frequentierung: Gering. Ca. 15 Tourengeher.
Beste Tageszeit: Zeitig in der Früh (Tagesgang der Lawinen). Man hat dann auch Sonne den ganzen Hang hinauf. Ab Mittag liegt alles wieder im Schatten!
Schitechnische Schwierigkeit: III
Zeit für Aufstieg: Dietlbüheln: 3 Stunden. Punkt 2243m nahe dem Bösenbühel: 03:40.
Geleistete Höhenmeter: 1597
Mit von der Partei: Franz und Roman