„Was kann das Sigistal dafür, dass es so schön ist?“ kann man in Bezug auf die Beliebtheit dieser Tour in einigen Tourenführern lesen.
Ersteres können wir nur bestätigen, ja es ist verdammt schön dort ins Tote Gebirge hinauf zu steigen! Und nein, bei nicht einmal 10 Gleichgesinnten im gesamten Tal, kann an diesem schönen Faschingssamstag nicht von einer überlaufen Tour gesprochen werden.
Die Verhältnisse sind im Moment sehr gut. Sieht man Mal vom Fußmarsch ausgehend vom GH Baumschlagerreit (724m) bis zur Poppenalm (1050m) ab. Aber das gehört zum heurigen Winter eigentlich dazu.
Ab der Alm ging's dann mit den Schiern, zuerst dem Steig Richtung Salsteigjoch folgend und dann auf einer Höhe von rund 1250m scharf rechts ins eigentlich Sigistal.
Im Tal dann immer links an den Grundmauern des Gamspitzes immer weiter hinauf. Zeitweise ziemlich steil (2 Steilstufen) ehe man den finalen Kessel erreicht, von wo aus die Sigistalhöhe (1942m) mit Eisenstange auszumachen ist. Auch der Talschluss steilt noch einmal etwas auf.
Oben angekommen hieß uns die Sonne willkommen. In Ruhe planten wir den Weiterweg. Eine Vielzahl von Zielen bietet sich an. Das Ziel Gamsspitz (2061m) ließen wir aufgrund der ausapernden Latschen und Felsen bleiben und gingen so in Richtung der Brieglersbergen weiter. Viele Spuren drüben beim Tragl von der Tauplitz herauf konnten wir sichten. Eine Spur führte sogar entlang der Wintermarkierung hinaus zur Weißen Wand.
Im breiten Sattel zwischen den Brieglersbergen angekommen, entschieden wird uns dann für den Kleinen (2078m). 3,5 Stunden vom Auto.
Der kalte Wind lud nicht zum jausnen ein und so fuhren wir bald wieder zur Sigistalhöhe ab und genossen dort das spezielle Ambiente des Toten Gebirges im Winter.
Nach wir vor trafen wir bis hier hin auf keine Menschenseele, nur die Gämse waren schon recht aktiv.
Nach der Jause hieß es Helm rauf und rein ins Schivergnügen. Oben Pulver vom Feinsten, im steilen Mittelteil dann oft hart, aber auch gut zu fahren. Im unteren Teil musste der Powder schon etwas gesucht werden und direkt an den Felswänden wurden wir fündig. Etwas wechselhaft die Schneeverhältnisse, aber in dieser Szenerie kann das nicht vorrangig sein. Schließlich wiederum den Salzsteigjochsteig hinunter in den Almboden. Zuletzt (40 Höhenmeter) wenig Schnee. Diese paar Meter geht man besser runter.
Etwas geschafft, aber sehr zufrieden ging es zum Schluss wiederum per Pedes über den Poppensand (Schotterriese) hinaus zum Ausgangspunkt.
Schitechnische Schwierigkeit: III
Höhenmeter: 1218 bis zu Höh‘. 136 zum Kleinen Brieglerberg.
Zeit für Aufstieg: Rund 3,5 Stunden (waren aber flott unterwegs).
Lawinengefahr: Mittel. Gestern gering. Bei Neuschnee könnte es von den seitlichen Wänden (Tagesgang sollte auch beachtet werden) herunter ordentlich rumpeln. Auch die NO - Rinne vom Gamsspitz könnte sich entladen.
Mit von der Partie: Franz und Roman