DSC03435Am Sonntag hieß es wieder zeitig aus den Federn zu hüpfen, ein OÖ. Skitourenklassiker stand am Programm und da konnte es natürlich nur Richtung Vorder- oder Hinterstoder gehen.

Das Obere Loigistal war das erklärte Ziel mit Besteigung des Pyhrner Kampls.

Gestartet wurde gegen 07.00 beim Parkplatz Schafferteich, bei noch frischen Temperaturen ging es in dessen Richtung entlang der gut begehbaren Forststraße taleinwärts. Anfangs noch relativ flach aber nach der Bergrettungshütte ging es dann endlich aufwärts. Die Forststraße links verlassend ging es gleich einmal steil durch einen Graben (Ziehweg) und weiter über gut übersichtlich kupiertes Gelände.

Der Aufstieg gestaltete sich auf Grund der vorhandenen Aufstiegsspur sowie der unzähligen Abfahrtsspuren als einfach.

Auf einer Höhe von ca. 1450m, im lichten Lärchenwald, gabeln sich die Aufstiege, links in das Untere und rechts in das Obere Loigistal.

An einem markanten Hochstand führt die Spur links querend in immer lichter werdenden Wald.

Weiter unterhalb der Hänge des Ostgipfels des Pyhrner Kampls führt die Spur bis zur Wetterlucke auf 2004m. Dort angekommen hieß uns auch die Sonne willkommen und es wurde erstmal umgezogen und die Sonnenbrillen ausgepackt.

Über die Südostflanke, erst schmal und steil durch eine Rinne dann flacher und weiter im oberen Kar, in Richtung Ostgipfel. Am Grat angekommen mussten wir kurz die Ski abschnallen, da dieser komplett abgeblasen war. Nach kurzem Tragestück ging es dem Gratlauf folgend zum Westgipfel.

WP 20170129 10 34 14 ProDieser empfing uns bei feinster Fernsicht und Windstille (kommt bei einer Skitour nicht oft vor), diese Umstände zwangen uns fast zur Gipfelrast und zum Glück waren wir für diese auch gerüstet.

Die Abfahrt erfolgte entlang der Aufstiegsspur, nur am Grat wurde eine direkte Variante gewählt, die uns das Abschnallen ersparte.

Ab der Wetterlucke ging es trotz der sehr verwehten Bedingungen sehr gut zu fahren, nur ein kurzes Stück musste abgeschnallt werden.

Im lichten Lärchenwald wurden wir dann, den Pulver suchend, doch noch fündig!

Die besetzte Bergrettungshütte, mit der Anfrage ob der Elektrolytestand noch stimmt, konnte dann nicht ausgelassen werden. Nach kurzer Stärkung ging es der Forststraße entlang zum Auto.

Schitechnische Schwierigkeit: II - III

Aufstiegszeit: ca. 3Std.

Strecke/Höhenmeter: ca. 15km und 1500hm

Mit von der Partie: Robert, Roman und Franz

Resümee: Landschaftlich gewaltige Skitour, also wahrlich ein Klassiker, mit Wiederholungsgarantie!