Gestern war es endlich soweit. Spät aber doch wurde von den Sprengkommandanten die erste Schitour der Saison 15/16 absolviert.
Und das nicht auf einer brettlharten Kunstschneepiste, sondern auf einer mittelmächtigen Naturschneedecke auf der schönen Tauplitzalm bei Bad Mitterndorf.
Dank der hohen Ausgangslage (ca. 1600m – Parkplatz am Ende der Mautstraße; 9,8€) sind Touren im freien Gelände dort schon möglich.
Die Planung sah vor, einfach Mal in Richtung Osten los zu wandern und soweit als möglich an den Almkogel (2116m) heran zu kommen. Die Höhenmeter sind am Hochplateau nicht das Problem, eher schon die Entfernungen.
Es ging also kurz hoch ins Schigebiet und dann rund 200 Höhemeter runter zum malerisch gelegenen Steirersee. Abfellen nicht vergessen!
Der See ist bereits zugefroren, jedoch trauten wir uns nicht recht und umgingen diesen nordseitig.
Nach einem weiteren kleineren Anstieg gelangten wir zum nächsten See, dem Schwarzensee, nicht minder schön.
Von dort aus konnten wir zum ersten Mal zum Gipfel hoch sehen, jedoch war dieser so abgeblasen, dass wir kurzerhand das Ziel änderten auf den Rosskogel (1890m). Nordhang.
Der Aufstieg vorbei an der Leistalm war vielversprechend. Lag doch etwas Neuschnee auf der leicht verharschten und vom Wind beeinflussten Altschneedecke. Im Aufstieg trug diese gut.

Nach rund 2 Stunden und 7,6km war dann der Gipfel erreicht wo wir uns kurz stärkten.
Danach ging es an die Abfahrt. Leider trug die Altschneedecke dann doch nicht so gut und so brach man gelegentlich ziemlich lästig ein. Ein paar kleine Stürzchen waren somit vorprogrammiert.
Der Rückweg erfolgt ähnlich wie der Hinweg. Am Ende des Schwarzensees könnte man die Felle wieder versorgen und zum Steirersee abfahren. Wir ruschten jedoch auf den Fellen runter. Nun waren wir schon etwas schneidiger und begaben uns aufs Eis. War ja doch schon eine Spur vorhanden! Ca. in der Mitte des Sees wurde uns die Sache dann zu heiß und wir betraten wieder sicheren Boden. Im Hochwinter sollten die frontalen Seequerungen dann kein Problem sein.
Danach ging es die 200 Höhenmeter hoch zur Tauplitzalm retour. Auch das Steirertor zwischen Traweng und Sturzhahn wäre sicher schon lohnend, aber in Anbetracht der schwindenden Kräfte wählten wir dann doch lieber das Linzer – Tauplitzhaus (1638m) J
Nach einem Supperl und einer Erfrischung ging es schließlich retour zum Parkplatz.
In Summe eine super Tour. Perfekt zum Eingehen. Die Gesamtstrecke sollte aber berücksichtig werden (à 15,5km).

Schitechnische Schwierigkeit: I – II
Höhenmeter: +-783
Mit von der Partie: Horst, Franz, Voiti, Stauffi und Roman