Kommentre der Beiträge, Kategorie: "Läufe"
| 2010-07-05 100 Kilometer laufend zurück gelegt! |
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| Geschrieben von: CHE-RO |
| Montag, den 05. Juli 2010 um 21:12 Uhr |
Am 3. Juli fand im neuen Bundesland Thüringen bei Fröttstädt der 4. Thüringen Ultra statt. 438 Läufer, gerne auch Ultras gerufen, gaben sich bei diesem herrlichen Cross- und Landschaftslauf im grünen Herzen Deutschlands ein Stelldichein. Davon gingen 249 Ultras (davon 27 Damen) über die 100km Schleife im Thüringer Wald (208.200ha) gespickt mit 2150 Höhenmetern! Weiters konnte man diese Monsterrunde in Staffeln zu 2 oder 4 Athleten in Angriff nehmen. Die DM im 75km Crosslauf (48 Starter) rundete die tolle Veranstaltung, organisiert vom Lauffeuer der FFW Fröttstädt e.V. allen voran der Orgachef Gunter Rothe, ab. Für das Sprengkommando am Start waren Roman und seine Radbegleitung Claudia,welcher sich seinen ersten Stern (je ein Stern auf dem Finisher-T-Shirt je Zielankunft) bei seinem ersten 100er abholen konnte! Detail am Rande, in der Schlussfase des Rennens wurden Temperaturen bis 36° C gemessen! Man kann also auch bei diesem Ultraevent von einer Hitzeschlacht sprechen.
Mehr Information zu diesem Lauf in familärer Atmosphäre bei welchem das Preis-Leistungsverhältnis zu 100% stimmt unter: http://www.thueringenultra.de/startseite/index.php Ergebnisse: http://www.sportident.com/timing/ergebnis/ergebnis.php?wkid=20100703548040 Erlebnis- und Rennbericht Roman Nach dem wir am Freitag die Startunterlagen im Zuge der Pastaparty in Fröttstädt abgeholt und den Treffpunkt für die Aufnahme der Radbegleitung ausgecheckt hatten, hieß es ab in die Falle um für den um 04:00 Morgens angesetzten Start ausgeschlafen zu sein. Unser Lager haben wir, nicht wie viele am eigens errichteten Campingplatz aufschlagen, sondern in einem netten Hotel in Friedrichsroda. Markiert war die Strecke zuerst mit Niroschildern mit kleinen Rückleuchten ausgestattet, roten Bändchen und hunderten gelben Us mit Pfeil (siehe Fotos), welche die Stecke zierten. Soweit alles perfekt. Bei Kilometer 10, die erste Labe von insgesamt 16 angekündigten, welche aber durch die Hitze schätzungsweise auf 25 aufgestockt wurden. Trinken, Blick auf die Uhr, 50min, passt, weiter. Es lief soweit alles sehr gut, ich machte ein paar Bilder mit dem Handy und dachte an die Kameraden beim Bergmarathon – wo die sich wohl gerade tummeln werden? Vorbei an V2 (V für Verpflegungsposten) bei km 16. Dann erste giftige Anstiege. Als begeisterte Bergläufer ließ ich es mir natürlich nicht nehmen diese zu laufen, was sich ebenfalls nicht wirklich günstig auf meinen weiteren Rennverlauf auswirkte. Kilometer 24: Erste Zwischenzeitnehmung: 2h14min. Die Begrüßung durch den Sprecher mit, nun kommt der Österreicher Roman Breitwieser vom Sprengkommando auf Position 22 liegend vorbei – willkommen im Thüringer Wald, motivierte, und ich lief munter weiter. Kurz darauf ließ ich die zu dieser Zeit führende Dame an mir vorbei und hänget mich in ihren Windschatten, was mir bis Kilometer 30 glückte – nach der V4 ließ ich sie mit ihrem Radbegleiter ziehen.
Ich grüßte und lief weiter, immer zu, immer zu. Wieder Anstiege, laufbar, aber auch anderen Kollegen gingen und so machte auch ich vom flotten Bergschritt gebrauch (so flott war der halt nicht mehr). Dann endlich wieder bergab – an der V7 (km 46) von der Bergwacht Hohleborn angekommen, wurde mir das erste mal etwas schwindelig, brachte auch keine Nahrung mehr hinunter, trank also nur ein paar Becher Wasser und lief dann einfach weiter. Der Schwindel stellte sich mit dem laufen zum Glück wieder ein. Nun hieß es meist an der Sonne, das Teilstück auf einer alten Eisenbahntrasse bis hin zu V8 (km 51) sowie Zwischenzeitnehmung 2 zu überstehen. Der Mann mit dem Hammer hat mich genau dort volle mit der Breitseite erwischt. Die Begrüßung durch den Sprecher bekam ich zwar mit, aber motiviert zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr. Zeit: 4h58min Ich suchte, aus welchem Grund weiß ich nicht mehr, die Toilette auf und wusch mir das Gesicht und kühlte die beanspruchten Körperpartien mit Wasser. Auf geht’s, du musst weiter sagte ich mir, und so ging ich weiter. Nun kamen erste Zweifel, ob ich das überhaupt noch packe – verdammt dachte ich, es waren ja noch 49km! Die nächsten 5km gingen großteils bergauf und die Sonne brannte ohne erbarmen auf uns nieder – ein Radbegleiter musste sich an dieser Stelle mehrmals übergeben und ich hatte zu kämpfen um nicht selber alles raus zu lassen! Ich dachte nun, kämpf dich rüber bis zum Treffpunkt mit Claudia bei km 64 und dann lass es gut sein! Doch dann ein Anruf: Es war Claudia und sie teilte mit, dass sie bereits in meiner Nähe sein musste. Ich schöpfte wieder ein bisschen Hoffnung, labte oben am Jobstein bei V9 (km 56), und lief dann über schöne Trials runter in den Splittergrund.
Und dann endlich, Claudia meine Rettung – ich erzählte ihr gleich von meinen Gedanken aufzugeben und sie meinte, ich solle nun einfach locker weiter laufen, soweit wir kommen kommen wir und dann schauen wir mal. Zu zweit ging’s dann wirklich wieder einfacher und es machte auch wieder Spaß. Bei V10 (km 64), also keine Aufgabe sondern erfrischen und weiter. Die Worte eines Sprechers motivierten nun wieder J! Die Sonne legte zu Mittag noch ein Schäufelchen nach und es wurde immer heißer. Es gab nun nur noch wenige Läufer die noch laufen konnten. Viele ausgepuffte Ultras gingen zu diesem Zeitpunkt im Schlappschritt an mir vorbei. Wir absolvierten nun immer 5km Abschnitte, also von einem V-Punkt zum nächsten. So boxten wir uns durch und erreichten nach 8h und 17min die 3. und letzte Zwischenzeitnehmung bei Kilometer 74, welche neben einem Freibad platziert war – moderne Folter sozusagen. Einige Teilnehmer stiegen hier endgültig aus dem Rennen. Ich jedoch hatte meinen Entschluss nun wieder gefestigt, dieses Rennen zu finishen, waren es doch bloß noch 26km! Weiter. V13 (km 79): Das Plakat, nur noch ein Halbmarathon amüsierte und so ging’s weiter zum nächsten Stand. Dazwischen meldete sich wieder einmal der Mann mit dem Hammer - ich besiegte ihn erneut - mit Traubenzucker und einer Dosis Regenerationsspray (Perskindol - der Gelbe) auf die Beine. V14 (km 84): Heiß, heißer, Thüringen Ultra 2010 – noch 16km – durchhalten! Ab hier nur mehr in der prallen Sonne und mehr Asphalt als uns lieb ist, was soll’s – die Mütze noch einmal mit kaltem Wasser gefüllt, aufgesetzt, und weiter. Sobald die Strecke nur die geringste Steigung aufweist ist gehen angesagt.
V15 (km 90): So nah und doch so fern – bin am Ende – die Kollegen um den Verpflegungspunkt im Schatten verteilt sitzend oder liegend auch. Einer davon wird von Sanitätern betreut. Ich muss weiter. Immer wieder kommt es zum netten Schlagabtausch zwischen einer älteren Dame und mir, welche über die 75km startete und später den Klassensieg in der W55 feiern konnte – Respekt! Claudia und ich debattieren über die Außentemperatur und kommen zum Entschluss, es gar nicht wissen zu wollen. Als dann wir aus weiter Ferne Lautsprechergeräusche vernehmen. Diese stammten von V16 (km 95) wo wir einige Zeit später durchgesagt bekommen, dass sich Roman Breitwieser sich auf dem Weg in Richtung Ziel bei 36° Celsius befände. Tolle Stimmung war dort angesagt. Blick auf die Uhr: 11h und 30 min. Ich erhöhe das Tempo – ich will nicht nur ins Ziel, sondern das Ding unter 12 Stunden beenden. Fight! Erstaunlicher Weise klappt das mit dem flotten laufen noch recht gut – kurz zwickende Wadenkrämpfe sind schon längst normal und mir außerdem egal. Ein letzter Schluck Cola-Wasser bei Kilometer 98. Jetzt geht nichts mehr schief – bin plötzlich wieder frisch und freu mich schon sehr auf den bevorstehenden Zieleinlauf. Danke an dieser Stelle an die zahlreichen privaten Sportsfreunde, die Getränke und Behältnisse mit Wasser bereitgestellt haben. Kilometer 99: Es ist fast vollbracht. Ich bitte Claudia mir schon jetzt die österreichische Fahne heraus zu geben und so fuchtle bis ins Ziel damit herum. Ich sehe es, das Ziel, verdammt es ist vollbracht – vorbei an der Feuerwehr, hinein in den Zielkanal – die Stimmung ist großartig!
Geschafft! Ziellinie überschritten! 11 Stunde 57 Minuten was Rang 51 und den 6. Klassenrang ausmacht. Was mir aber zu dieser Zeit völlig egal ist, ich bin nur überglücklich hier zu sein. Kurz darauf fallen wir uns in die Arme. Danke Claudia, ohne dich hätte ich’s nie geschafft!
Gunter und seinem Team ein riesiges Dankeschön – tolle Veranstaltung dieser Ultra und beinhart!
Ultrafreundlichst,
Roman
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. Juli 2010 um 11:21 Uhr |



Start. Nach einem klassischem Stück und einem kleinen Feuerwerk bewegte sich der Tross also in Richtung Thüringer Wald. Ich wählte für mich ein recht gemütliches Tempo, von etwa 5,5min/km, was sich später als eindeutig zu schnell erwies. Nach rund 5km tauchten wir in den Wald ein, welcher uns bis auf die letzten 15km die meiste Zeit nicht mehr freigab, was die angekündigten Temperaturen etwas erträglicher machte.
Für diesen Zeitpunkt recht früh, wurden meine Beine nun erstmals etwas schwerer. Unbewusst wurde das Tempo gedrosselt und weiter gelaufen – vorbei an V5 (km 34) und weiter zu V6 (km V6) – Soletti, Bananenstücke und Powergels waren meine leckeren Speisen an diesem Tag. Ab der Marathondistanz konnte ich die ersten 75km-Starter, welche später starteten und ab der ersten Zwischenzeit im Rennen waren einholen.

Bin zum 4.mal dort gewesen.
Immer wieder schön.
Was ist das für ein Regenerationsspray, das Du benutzt hast?
Vielleicht nicht so viele km, aber die Hm schaffst du locker.
Gratuliere, echt starke Leistung!
Gratulation auch an Claudia!
Do hot sichs Training so richtig auszoit!
Roman weiter so.
mfg
Aber nun wird ah se woi auf den Spatenstich vorbereiten müssen!
Gratulation zum erreichen der 100km Marke!
Geiler Bericht!